Im Rahmen des Tourismusaktionsplans „Region der drei Flüsse” (#connect), der im Rahmen des Interreg VI–A-Programms Ungarn–Slowakei umgesetzt wird, startet in Bény ein umfassendes, nachhaltiges Projekt zur Tourismusentwicklung. Das Projekt „Infrastrukturentwicklungen für den Kulturtourismus” (#connect4) zielt darauf ab, eine einheitliche, wettbewerbsfähige Destination in den Regionen Unterer Ipoly, Garam und Börzsöny zu schaffen, wobei die weniger bekannten, verborgenen kulturellen Schätze der Region in den Vordergrund gerückt werden sollen.
Die Umsetzung des Aktionsplans wird durch vier sektorale Tourismusprojekte und ein unterstützendes Marketingprojekt gewährleistet, deren Koordination von Pontibus ETT und Ister-Granum ETT übernommen wird. Einer der wichtigsten kulturellen Eckpfeiler und das Juwel dieser groß angelegten Zusammenarbeit ist die Gemeinde Bény. Die in der Gemeinde durchgeführte Investition trägt unmittelbar dazu bei, dass die einzigartigen Traditionen der Gegend ihren würdigen Platz auf der touristischen Landkarte der Region einnehmen.
Das reiche kulturelle Erbe der Region ist die wichtigste Triebkraft für den lokalen Tourismus. Bény ist eine der spannendsten Ortschaften im Karpatenbecken mit einer lebendigen historischen Vergangenheit, die ihre Denkmäler von europäischer Bedeutung in einer selten anzutreffenden Dichte bewahrt hat. Zu den Stolzpunkten der Gemeinde gehört die flächenmäßig größte und bis heute gut erkennbare avarische Erdburg aus dem 8. Jahrhundert in Mitteleuropa, deren dreifache Befestigungsanlage das Herz der Ortschaft umgibt. Im Schutz der Wälle erheben sich zwei architektonische Meisterwerke: die Rotunde der Zwölf Apostel aus dem 10. Jahrhundert, die einzigartige Freskenfragmente birgt, sowie die Premonstratenser-Abteikirche aus dem 13. Jahrhundert. Die Reihe der historischen Denkmäler wird durch die wundertätige Quelle des Wallfahrtsortes Kutacska bereichert, die an der Gemeindegrenze entspringt, während das Dorf bis heute stolz die einzigartigen Trachten- und Kulturtraditionen der „Dörfer mit den kurzen Röcken” bewahrt.
Damit diese einzigartigen Schätze den heutigen Erwartungen entsprechend zugänglich gemacht werden und ein unvergessliches Erlebnis bieten, entsteht im Gebäude des derzeitigen Dorfmuseums das moderne Besucherzentrum der Premonstratenser-Kirche von Bény. Das neue Tourismuszentrum wird die Gäste mit einem komfortablen Empfangs- und Vorführraum, einem Souvenirladen sowie neuen Sanitäranlagen erwarten. Die hier untergebrachte interaktive, erlebnisorientierte Ausstellung nicht nur die tausendjährige Geschichte der Ortschaft und die Geheimnisse der avarischen Befestigungsanlagen, sondern führt die Besucher auch in den Alltag und die Spiritualität des Premonstratenser-Ordens ein, der das Leben in Bény über Jahrhunderte hinweg geprägt hat.
Im Besucherzentrum und an den Denkmälern werden moderne digitale Lösungen dabei helfen, die Vergangenheit zu entdecken. Die beschädigten oder verlorenen mittelalterlichen Fresken der Rotunde werden mithilfe einer virtuellen Rekonstruktion wieder zum Leben erweckt, während in der Premonstratenser-Kirche Informationstafeln einen eigenständigen, informativen Rundgang ermöglichen und ein eindrucksvoller Imagefilm den Besuch abrundet.
Die Entwicklung von Bény erfolgt nicht isoliert, sondern ist integraler Bestandteil einer umfassenderen regionalen Zusammenarbeit. Im Rahmen des Projekts „#connect4“ werden an fünf Standorten Infrastrukturinvestitionen in Angriff genommen, darunter die Modernisierung von Freiluftbühnen an drei weiteren wichtigen Standorten. In Lábatlan wird die Infrastruktur der Bühne am Ufer ausgebaut und der Zuschauerbereich vergrößert. In Esztergom werden die Bühne und der Zuschauerraum des seit 36 Jahren ununterbrochen betriebenen Burgtheaters sowie die Umkleideräume und Sanitäranlagen für die Künstler renoviert. In Érsekújvár wird der Park rund um die Fogd-Bastion durch den Bau einer neuen Freilichtbühne sowie die Gestaltung des Zuschauerbereichs und der Serviceeinrichtungen revitalisiert. In Zselíz wird neben den Investitionen in die Bühne auch das Innere des rund 250 Jahre alten Sacher-Hauses komplett renoviert, wo ein modernes Tourismuszentrum mit einer interaktiven Ausstellung, einer Konditorei-Vorführwerkstatt und einem Souvenirladen entstehen wird.
Durch die Modernisierung der Freiluftbühnen erhält auch der Veranstaltungstourismus neuen Schwung, wobei das langfristige Ziel darin besteht, einen gemeinsamen Veranstaltungskalender auf Destinationsebene zu erstellen und eine enge, zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen den kulturellen Akteuren in der Grenzregion in Gang zu setzen.
Dank der hervorragenden Lage und der guten Verkehrsanbindung der Gemeinde Bény ist sie sowohl von den größeren Städten der Slowakei als auch von denen Ungarns aus leicht zu erreichen. Alle Interessierten, Familien und Reisenden sind herzlich eingeladen, die unvergleichliche, mystische Atmosphäre und die Gastfreundschaft von Bény persönlich zu erleben!
Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union durchgeführt. Für die Umsetzung des Projekts #connect4 mit dem Titel „Infrastrukturentwicklungen im Kulturtourismus” stellt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung Mittel in Höhe von 1 004 961,01 EUR zur Verfügung, wovon der Gemeinde Bény ein EU-Zuschuss in Höhe von 236 080,00 EUR zusteht.
Für die Qualität dieser Pressemitteilung (sowohl inhaltlich als auch sprachlich) ist die Gemeindeverwaltung von Bény verantwortlich. Geforderte Änderungen und Präzisierungen im Text werden gegebenenfalls vom Ansprechpartner der Gemeinde vorgenommen:
Anita Herbácskó
Gemeindeverwaltung von Bény
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