Im Jahr 2022 feierten wir den 200. Geburtstag von József Viktorin, weshalb im vergangenen Jahr zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen stattfanden, mit denen einem der bedeutendsten Forscher der Geschichte von Visegrád Tribut gezollt wurde. Am Freitag, dem 27. Januar, lassen wir dieses Jubiläumsjahr, das so viele schöne Erinnerungen bereithielt, im feierlichen Rahmen ausklingen.
Die Veranstaltung, zu der die Organisatoren alle Interessierten herzlich einladen Es beginnt um 16:30 Uhr, die erste Station wird der Friedhof von Visegrád sein, wo wir an seinem Grab mit einem gemeinsamen Gebet und einer Schweigeminute dem Andenken an József Viktorin gedenken werden.
Die um 17:00 Uhr beginnende Buchvorstellung wird von Pál Benyó, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Slowakischen Selbstverwaltung der Hauptstadt, eröffnet.
Das Buch ist eine Bearbeitung von Viktorins 1872 erschienenem Werk, dem „Visegrád – damals und heute” Feierliche Neuauflage des historischen Sammelbands mit dem Titel ….
Mit Hilfe von József Demmel, einem Historiker an der Nationalen Hochschule für den öffentlichen Dienst, können wir Viktorins Buch kennenlernen und dadurch Einblicke in das Werk eines der großen Pioniere der ungarischen Geschichtswissenschaft sowie in die aktuelle wissenschaftliche Bewertung seines Lebenswerks gewinnen.
Anschließend hält der Archäologe und Historiker Graf Péter am selben Ort einen Vortrag mit dem Titel „Viktorin aus heutiger Sicht“, in dem er versucht, Viktorin neu zu interpretieren, die Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Untersuchung seines Werks im 21. Jahrhundert aufzuzeigen und dessen Wert einzuschätzen.
Die Veranstaltungen, die um 17:00 Uhr beginnen Veranstaltungsort ist das Kulturhaus „König Matthias“ in Visegrád (Visegrád, Széchenyi-Straße 11).
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József Viktorin wurde 1822 in Bratislava geboren und kam 1866 als Leiter der römisch-katholischen Pfarrei nach Visegrád. Der Pfarrer, der zu diesem Zeitpunkt bereits über ein beachtliches Werk in den Bereichen Geschichtswissenschaft und Sprachwissenschaft verfügte, zeigte außerordentliches Interesse an der damals verfallenen und verlassenen Fellegvár und begann schon bald mit den entsprechenden archäologischen Ausgrabungen, unterstützt von so namhaften Fachleuten wie Imre Henszlmann, János Schulek oder auch Flóris Rómer.
Während seiner hier verbrachten Zeit, die bis zu seinem Tod andauerte, ließ er ein Kreuz zum Gedenken an Klára Zách errichten, ließ auf dem heutigen Kalvarienberg den Wanderweg anlegen, der vom Ort zur Festung führt, ließ die Kalvarienberg-Kapelle und die Marienkapelle renovieren, und auch das Schulgebäude von Visegrád würde ohne József Viktorin nicht so aussehen, wie es heute tut.
In Anlehnung an seine Spuren begannen dann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts jene archäologischen Ausgrabungen, die bis heute andauern und dank deren Ergebnisse die historische Vergangenheit von Visegrád heute wie ein offenes Buch liegt und zu einem der wichtigsten Symbole des historischen Gedächtnisses des ungarischen Volkes geworden ist.



