Traditionelles Käsemachen in Visegrád

Traditionelles Käsemachen in Visegrád

Am 23. März dieses Jahres findet das „Sajbázás“ statt, das vor fast 25 Jahren in die Zeit vor Pfingsten „verlegt“ wurde.

Ursprünglich feierten die Deutschen in Visegrád nämlich am 24. Juni, also in der Johannisnacht, nach schwäbischer Tradition das „Sajbáz“.
Die Älteren erinnern sich daran, dass diese Tradition in den 1950er Jahren noch weit verbreitet war und mit einem bestimmten Ort verbunden war, und da zu dieser Zeit die Brandschutzvorschriften weitaus weniger Einfluss auf die Aktivitäten der Bevölkerung hatten als heute, rutschten die jungen Burschen vom Hang oberhalb des Apátkúti-Baches hinunter. „Ein Sajba für Marina!” „Ein Sajba für Juli!” – mit solchen Rufen „schossen“ sie die brennenden Holzscheiben hinunter, auf die die Mädchen unten warteten, und sammelten eifrig die kleinen Symbole ein, die im Bach gelöscht worden waren. Es ist nicht schwer zu erraten: Die wahre Siegerin des Abends war jene, die am Ende die meisten brennenden Scheiben ihr Eigen nennen durfte…

In Visegrád zielen die Angler heutzutage bereits auf die Donau.
In diesem Jahr findet diese wahrhaft einzigartige Veranstaltung unter der Leitung von Imre Szebeni am „Baum des Lebens“-Denkmal statt, Beginn ist um 18:00 Uhr, also genau zu der Zeit, zu der das Schweben und anschließende Erlöschen der feurigen Scheiben über dem Wasser ein großartiges Schauspiel bieten wird.

Onkel Imre und seine Familie sowie die Selbstverwaltung der deutschen Minderheit freuen sich sehr und heißen alle Interessierten am Samstagabend herzlich willkommen.

2024. 03. 21.

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