Am Donnerstag, dem 6. März, kehrten die Ritter des St.-Georgs-Ritterordens endlich in ihre Veranstaltungsstätte, den Salomon-Turm, zurück.
Der Salomon-Turm – insbesondere sein Ritterturnierplatz – ist für Besucher von Visegrád seit Jahrzehnten ein Synonym für die Welt der Ritterturniere, da dort oben mehrmals pro Woche diese spektakulären Veranstaltungen stattfinden.
Die Unterburg (denn der untere Teil des doppelten Burgkomplexes, der zusammen mit der Oberburg ein Ganzes bildet, ist eigentlich der Salomon-Turm) können wir im Innenhof des Wohnturms die regelmäßig stattfindenden Vorführungen verfolgen, bei denen wir bequem auf der überdachten Tribüne Platz nehmen können, von wo aus man einen hervorragenden Blick auf den Ritterturnierplatz hat, und von Frühling bis zum Ende des Herbstes die einzigartigen Veranstaltungen genießen können.
Heute finden in zahlreichen Städten ähnliche Vorführungen statt, doch allen, die sich auch nur ein wenig für die Welt der mittelalterlichen Militärtradition interessieren, erzählen wir voller Stolz, dass dies hier die Alma Mater ist, denn in den 1980er Jahren begann hier unter der Leitung von László Cseke alles. Dementsprechend können wir bis heute mit einer der spektakulärsten und energiegeladensten Ritterturniere prahlen – zumindest was die wiederaufgelebte Epoche betrifft, ganz sicher.
In die Regierungszeit unseres Königs Karl I., der lange Zeit fälschlicherweise als Karl Robert bezeichnet wurde, also in die Welt des frühen 14. Jahrhunderts, geben die von den Rittern vorgeführten Kampftechniken, Gewänder, Waffen und Umgebungen einen Einblick. Karl I. berief auch das berühmte Königstreffen von Visegrád ein (dessen Andenken jedes Jahr im Sommer mit den Internationalen Palastspielen von Visegrád gewürdigt wird). Zu dieser Zeit tauchten (wenn auch eher gegen Ende dieser Epoche) die ersten, noch primitiven Gewehre auf, doch der ungarische Rückstoßreflexbogen, der englische Bogen, die Szabja, der Kampfstern oder auch die Kelevéz ebenso zum Arsenal der Kriegskunst gehörten wie die Armbrust, die zwar 1139 von Papst Eugen III. verboten wurde, aber dennoch weiterhin im Einsatz blieb. All diese Waffen sind während der Vorführungen in Visegrád im Salomon-Turm zu sehen, natürlich im Einsatz, und die Mutigsten können nach der Vorführung sogar einige davon ausprobieren.
2025.03.07.



