In diesem Jahr begehen wir den 176. Jahrestag der Revolution und des Freiheitskampfes von 1848/49, an denen auch Visegrád im Laufe der Geschichte indirekt beteiligt war…
Um 17:00 Uhr findet am Denkmal für die Ereignisse von 1848 in Visegrád die traditionelle Gedenkfeier statt, zu der wir natürlich alle Interessierten herzlich einladen. Das Denkmal in der Széchenyi-Straße ist sehr leicht zu finden, da es direkt neben der Millenniums-Kapelle steht, an der wir vorbeikommen, wenn wir auf der Fő-Straße von Dömös aus in Richtung Visegrád-Innenstadt gehen. Von dort aus gelangt ihr selbst im gemächlichsten Tempo in weniger als einer halben Stunde zum ehemaligen Wohnhaus des Generals, falls ihr Lust auf diesen kleinen Spaziergang habt.
Wenn wir unseren Weg durch die Kurven der Széchenyi-Straße fortsetzen, kommen wir am Kulturhaus „König Matthias“ vorbei, an dessen Tor derzeit eine Freiluftausstellung die abenteuerliche Lebensgeschichte von Gyula Krúdy erzählt, der zwar eine außergewöhnliche Figur der ungarischen Literatur des 20. Jahrhunderts war, spielt der Freiheitskampf sowohl in seinen Schriften (wie auch in der Geschichte seiner Vorfahren) an zahlreichen Stellen eine Schlüsselrolle.
Nachdem wir die kleine Brücke überquert und dann in der Nagy-Lajos-Straße nach links abgebogen sind, erreichen wir nach einigen Minuten bergab die Pfarrkirche, wo wir unseren Weg fortsetzen (und wieder auf die Fő-Straße gelangen) und einen wunderschönen Spaziergang genießen können. Wir kommen am Palotaház, am König-Mátyás-Museum und natürlich am Königspalast vorbei, und wenn wir dann an die Straße Nr. 11 gelangen, können wir noch einen Abstecher zur Statue von König Mátyás machen, und dann geht es weiter in die Salamontorony-Straße mit ihrer „Katzen-Treppe“. Wenn man die Treppe hinaufsteigt, kann man die Treppe mit Blick auf die Donau nicht verfehlen, die ihren Namen von General Artúr Görgey erhielt, der den letzten, aber dennoch sehr langen Abschnitt seines Lebens in der Villa hinter den Mauern entlang der Treppe verbrachte.
Wenn wir vor der Büste von Görgey verweilen und seinem Andenken unseren Respekt zollen, können wir auch darüber nachdenken, welch seltsames Schicksal ihm das Leben beschert hat. Er wurde als gärtnernder, sich nicht um die Vergangenheit scheren alter Herr dargestellt, der demnach bis zu seinem Tod im Jahr 1916 zurückgezogen, sich mit der Niederschlagung der einstigen Revolution abgefunden, den Ereignissen den Rücken zukehrend fast vierzig Jahre lang im Donauknie lebte. Es wäre sehr wichtig, dieses unwürdige Bild zu nuancieren und statt der so verlockenden romantischen Rückbesinnung auf die Vergangenheit auch hier in Visegrád an Artúr Görgey als jemanden zu denken, der in seinem 98-jährigen Leben zum Märtyrer des Jahres 1848 wurde.
Tourismus- und Marketingverein Visegrád und Umgebung
2024. 02. 28.



