Ein symbolträchtiger Teil des baulichen Erbes von Visegrád sind die fünf Bauwerke, die wir Imré Makovecz zu verdanken haben. Jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Visegrád, die sich speziell diese Werke ansehen möchten, daher richtet sich unsere Miniserie in erster Linie an sie sowie an alle, die sich für die Architektur des 20. Jahrhunderts und insbesondere für die von Makovecz in Ungarn prägende organische Stilrichtung interessieren.
Das damals von der staatlichen Forstverwaltung des Pilis-Nationalparks in Auftrag gegebene Gebäude in Holzbauweise besteht aus zwei Hauptteilen. Der eine Teil symbolisiert die riesige Krone eines Baumes, der andere eine imaginäre Mühle.
Darüber hinaus wurden in der Umgebung des Hauptgebäudes weitere kleinere, einfachere Bauten errichtet (Waschräume, Lagergebäude, Speiseräume usw.), die alle organisch mit dem Hauptgebäude verbunden sind.
Spiralförmige Motive, Blumenmuster und alte Symbole wechseln sich in der Formensprache der Gebäude ab, von denen ein Teil mit einer Halbdachkonstruktion ausgeführt wurde (z. B. die Handwasch- und Vorbereitungsbereiche).
Die Jurten sind vielleicht die zweite Besonderheit des Lagers, denn sie erwarten die Camper als außergewöhnliche Unterkünfte und entführen uns zugleich in eine Welt, die an unsere Vorfahren aus der Zeit der Landeroberung erinnert, wodurch sie die spannende Einheit des Gebäudekomplexes noch weiter bereichern.
Jedes Gebäude scheint förmlich aus dem Boden zu wachsen, und von oben werden sie vom Laubwerk der Waldbäume überdacht. Die Bäume stehen in enger Verbindung mit den baulichen Elementen; auch die Entwürfe wurden so gestaltet, dass der Wald im Wesentlichen ein organischer Bestandteil der Gebäude ist – oder vielmehr umgekehrt: Imre Makovecz’ Werk fügt sich perfekt in die von der Natur geschaffene Einheit des Pilis ein.
Quelle: www.makovecz.hu
Tourismus- und Marketingverein Visegrád und Umgebung
2025.11.20.



