Imre Makovecz’ Visegrád, Teil 4 – Restaurant „Mogyoróhegy“

Imre Makovecz’ Visegrád, Teil 4 – Restaurant „Mogyoróhegy“

 

Ein symbolträchtiger Teil des baulichen Erbes von Visegrád sind die fünf Bauwerke, die wir Imré Makovecz zu verdanken haben. Jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Visegrád, die sich speziell diese Werke ansehen möchten, daher richtet sich unsere Miniserie in erster Linie an sie sowie an alle, die sich für die Architektur des 20. Jahrhunderts und insbesondere für die von Makovecz in Ungarn prägende organische Stilrichtung interessieren.

Das Restaurant „Mogyoróhegy“ – der Name ist Programm – ist ganz leicht auf dem Gipfel von Visegrád zu finden, am Fuße des Nagyvillám, unweit des Eingangs zum Mogyoróhegy-Lehrpfad, der seit vielen Jahrzehnten bei den Familien, die uns besuchen, so beliebt ist.

Dieses Lokal ist das älteste Waldrestaurant der Stadt, das in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre erbaut wurde, zur gleichen Zeit wie weitere Werke von Imre Makovecz in Visegrád, von denen die Mócsai-Tanya und das Waldkulturhaus ebenfalls ganz in der Nähe dieses spektakulären Restaurants liegen.

Die Räumlichkeiten bieten im Innenbereich Platz für 100 und auf der Terrasse für weitere 120 Personen; hier werden nicht nur die im Sommer in die Forstschule „Erdéki“ kommenden Camper verpflegt, sondern empfängt während der Öffnungszeiten auch Gäste, die à la carte speisen möchten.

Das Gebäude wirkt, als sei es ein organischer Bestandteil des Bodens; es bildet eine Einheit mit jener Gebäudereihe, deren symbolträchtiger Teil diese sechseckige, homogene, aus Holz gefertigte, eigenständige Einheit ist. Tatsächlich finden wir vom jurtaähnlichen Abschnitt bis zur Wand der Kapelle Elemente, die Orte der Andacht symbolisieren – es lohnt sich, bei einem Rundgang diese architektonischen Lösungen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht sofort ins Auge fallen, genauer unter die Lupe zu nehmen.

Eine weitere Besonderheit des Restaurants „Mogyoróhegy“ ist, dass man von hier aus dank seiner Lage einen wunderschönen Blick auf die fernen Bergketten des Börzsöny am anderen Ufer der Donau hat und beim Blick in die Runde sowohl den Gipfel des Nagyvillám sowie die Monumentalität des uns umgebenden Pilis-Gebirges, das eine freundliche Atmosphäre ausstrahlt.

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